VERZEICHNIS DER LEISTUNGEN

am HLA-und Thrombozyten-Labor

TYPISIERUNGS UNTERSUCHUNGEN

Die Gewebetypisierung / HLA-Typisierung wird durchgeführt bei Patienten, die auf eine Organtransplantation warten. Auch bei Patienten, die Antikörper gegen thrombozytäre HLA-Merkmale entwickelt haben und mit Thrombozytenkonzentraten versorgt werden müssen, ist eine HLA-Klasse I Typisierung notwendig. Patienten mit Erkrankungen, die HLA-assoziiert sein können (z.B. HLA-B27 bei rheumatoider Arthritis), benötigen zur Sicherung der Diagnose eine Typisierungsuntersuchung.

Indikation: Typisierung im Rahmen von Organtransplantationen, Typisierung zur Thrombozytenversorgung bei immunisierten Patienten
Methode: SSP-PCR
Material: 5ml EDTA-Blut
Transport: Raumtemperatur

 

Indikation: Typisierung im Rahmen von Organtransplantationen
Methode: SSP-PCR
Material: 5ml EDTA-Blut
Transport: Raumtemperatur
Indikation: Typisierung im Rahmen von Organtransplantationen
Methode: SSP-PCR
Material: 5ml EDTA-Blut
Transport: Raumtemperatur
Indikation: Verdacht auf eine Erkankung mit HLA-Assoziation
Methode: SSP-PCR
Material: 5ml EDTA-Blut
Transport: Raumtemperatur

Untersuchungen auf HLA-Antikörper werden durchgeführt bei Patienten im Rahmen von Organtransplantationen. Aber auch Patienten mit unzureichendem Inkrement nach Thromboyztentransfusionen erhalten eine HLA-Antikörpersuche. Als Screening-Methoden wird der Lymphozytotoxizitätstest (LCT) und die Bead-Array-Technik (Luminex-Screen) eingesetzt. Spricht einer der durchgeführten Screening-Tests für das Vorliegen von HLA-Antikörpern, können zur Differenzierung der Antikörper durchgeführt werden. Hierzu verwendet das Labor den Lymphozytotoxizitätstest (LCT) und die Bead-Array-Technik (Luminex-Single I/II)- Technik.

Indikation: Refraktärzustand unter Thrombozytensubstitution, vor geplanter Organtransplantation, V.a. Abstoßung nach Organtransplantation
Methode: Luminex (Bead-Array)
Material: 5ml EDTA-Blut oder Serum
Transport: Raumtemperatur
Indikation: Refraktärzustand unter Thrombozytensubstitution, vor geplanter Organtransplantation, V.a. Abstoßung nach Organtransplantation
Methode: Luminex (Bead-Array)
Material: 5ml Serum
Transport: Raumtemperatur
Indikation: Differenzierung bei positivem Antikörper-Screening-Test
Methode: Luminex (Bead-Array)
Material: 5ml EDTA-Blut oder Serum
Transport: Raumtemperatur
Indikation: Vor geplanter Organ-Lebendspende, vor haploidenter Stammzell-Transplantation
Methode: LCT
Material: Patient: 5 ml Serum, Spender: 5 ml Heparin-Blut
Transport: Raumtemperatur
Indikation: Vor geplanter Organ-Lebendspende, vor haploidenter Stammzell-Transplantation
Methode: Luminex (Bead-Array)
Material: Material: Patient: 5 ml Serum, Spender: 5 ml EDTA-Blut
Transport: Raumtemperatur


* Nicht EFI-akkreditiert

Bei Unklarheiten in der serologischen Blutgruppenbestimmung kann eine molekularbiologische Folgeuntersuchung zur Klärung notwendig sein.

Indikation: Bestimmung erythrozytärer Antigene bei unklarer Serologie
Methode: SSP-PCR
Material: 5ml EDTA-Blut
Transport: Raumtemperatur

Bei klinischem Verdacht auf eine Heparininduzierte Thrombozytopenie vom Typ II (HIT II) wird ein ELISA und ein HIPA durchgeführt. Bitte beachten Sie bei der Anforderung, dass das Formblatt „Untersuchungsanforderung HIT Typ II“ ausgefüllt und beigefügt wird.

Indikation: V.a. Heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT II)
Methode: ELISA, HIPA
Material: 5ml Serum
Transport: Raumtemperatur

HIT-4T-SCORE RECHNER

Thrombozytopenie

Zeit seit Abfall der Thrombozyten

Thrombose

Andere Ursachen für eine Thrombozytopenie
IHRE PUNKTZAHL / SCORE
-

HIT

Die Heparin-induzierte Thrombozytopenie Typ II (HIT II) ist eine mitunter lebensbedrohliche immunologische Reaktion auf die Gabe von unfraktioniertem Heparin (bei niedermolekularem, fraktionierten Heparin 10 mal seltener).


Unter Heparingabe kann es in 10-20% der Patienten zu paradoxen thromboembolischen Komplikationen (venöse oder arterielle Thrombosen oder Lungenembolien) kommen.

Pathogenetisch sind es vor allem Autoantikörper gegen einen Komplex aus Plättchenfaktor 4 und Heparin, die zur Thrombozytopenie und vermehrter Thrombinbildung führen. Der Thrombozytenabfall ist das Leitsymptom der HIT und tritt in der Regel zwischen dem 5. und 10. Tag der Heparintherapie auf, wobei die Thrombozytenzahl in der Regel um mehr als 50 % bezogen auf den Ausgangswert abfällt und dann meist unter 100.000/µl liegt.

Bei bereits früher mit Heparin behandelten Patienten kann das Krankheitsbild innerhalb weniger Stunden auftreten.

Der 4T-Score (4 T's = Thrombocytopenia, Timing, Thrombosis and the absence of other explanation(s)) zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer HIT Typ II hat einen sehr hohen negativ-prädiktiven Wert (Vorhersage richtig negativ), d.h. Patienten mit einem Score kleiner 4 haben mit großer Wahrscheinlichkeit keine HIT.

Der positive Vorhersagewert eines hohen Scores hängt von der Klink des Patienten und der Erfahrung des Anwenders ab und sollte durch Laborteste ergänzt werden.


DISCLAIMER

Die der Berechnung des HIT-4-SCORE zugrunde gelegten Formeln entstammen publizierten Studien (nach Lo GK et al; J Thromb Haemostas 2006, 4: 759 – 765). Dennoch können wir für die Berechnung des Ergebnisses unseres Rechners keine Haftung übernehmen. Wir freuen uns über konstruktive Kritik!

Thrombozytenuntersuchungen auf thrombozytäre Allo-oder Autoantikörper werden erforderlich bei Patienten mit unklarer Thrombozytopenie, bei Patienten mit Verdacht auf posttransfusionelle Purpura (PTP) und bei Patienten mit unzureichendem Inkrement. Als Methoden werden eingesetzt: Monoclonal Antibody Immobilization of Platelet Antigens (MAIPA) Thrombozytenadhesionsimmunofluoreszenztest (TAIFT).

Indikation:Unklare Thrombozytopenie, V.a. auf immunologisch bedingte Thrombozytopenie
Methode:MAIPA, TAIFT
Material:20 ml EDTA-Blut und 5 ml Serum
Transport:Raumtemperatur

Die Fetale/Neonatale Alloimmunthrombozytopenie wird durch Antikörper verursacht, die bei der Mutter diaplazentar übertragen werden und sich gegen die kindlichen Thrombozyten richten. Die kindlichen Thrombozyten werden dadurch beschleunigt abgebaut. Durch die Thrombozytopenie kann es beim Kind zu Blutungen kommen. In ca. 15% der Fälle handelt es sich um eine intrakranielle Blutung.

Indikation:V.a. fetale/neonatale Allo-immunthrombozyto-penie (FNAIT)
Methode:MAIPA, SSP-PCR
Material:Mutter: 10 ml EDTA-Blut und 5 ml Serum, Vater: 10ml EDTA-Blut, Kind: EDTA
Transport:Raumtemperatur

Die Licht-Transmissions-Aggregometrie (LTA) misst die Thrombozytenaggregation im plättchenreichen Plasma. Im Scherstress verändern die Thrombozyten ihre Form und verklumpen. Dieses Verklumpen kann in der Aggregometrie durch Nachweis der Steigerung der Lichtdurchlässigkeit gemessen werden. Die Luminoaggregometrie misst die Adenosintriphosphat ATP-Freisetzung aus den Thrombozyten nach Zugabe eines Induktors, indem ein Luciferin-Lucifierase Reagenz hinzugefügt wird. Dieses fluoresziert in Anwesenheit von ATP (54). Eine niedrige ATP-Freisetzung kann entweder einen Speichergranuladefekt oder einen Freisetzungsdefekt darstellen.

Wir bitten um eine telefonische Voranmeldung unter

+49 7072 29 81615

Thrombozytenfunktionsuntersuchung

Indikation:V.a. Thromboyztenfunktionsstörung
Methode:Aggregometrie nach Born/Luminoaggregometrie
Material:20 ml Citrat (weniger nach Absprache möglich)
Transport:Raumtemperatur, maximal 4 Stunden

Durch Immunfluoreszenz-Untersuchung

Durch die Immunfluoreszenz-Untersuchung des Blutausstrichs können charakteristische Fehlverteilung von Thrombozytenproteinen bei Patienten mit Verdacht auf angeborene Thrombozytenerkrankungen nachgewiesen werden. Zur Diagnostik benötigen wir 10-15 ungefärbte luftgetrocknete Blutausstriche (3µL je Ausstrich). Ein Postversand ist möglich. Die Thrombozyten sind auf den Objektträgern für mehrere Tage stabil.

Bitte verwenden Sie auch unseren Anforderungsbogen für thrombozytäre Erkankungen.

Indikation:V.a. angeborene Thromboyztenerkrankungen
Methode:Immunfluoreszenzmikroskopie
Material:12 ungefärbte Blutausstriche
Transport:Raumtemperatur, max. 4h

Die Quantifizierung von Membranproteinen kann z. B. beim Bernard-Soulier-Syndrom oder Morbus Glanzmann zur richtigen Diagnose führen. Wir führen Expressionnachweise von GPIb/IX und GP IIb / IIIa auf der Plättchenoberfläche durch. Daneben führen wir auch funktionelle Methoden, wie die Expression von PAC1, P-Selektin und CD63 mit und ohne Aktivierung der Thrombozyten durch.

Indikation:V.a. Thromboyztenfunktionsstörung
Methode:Durchflusszytometrie
Material:3ml Citratblut
Transport:Raumtemperatur